Praxis Schlichting
Warin - Warnow

Liebe Patientinnen und Patienten,

bitte beschäftigen Sie sich mit dem Gedanken, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen. Nachfolgend finden Sie Informationen des arznei-telegramms zu den Impfungen gegen Corona. Das arznei-telegramm verzichtet auf Werbeeinnahmen und finanziert sich ausschließlich über Abonnements. Im oftmals pharmafinanzierten Werbemarkt der medizinischen Fachliteratur ein unverzichtbares Kriterium für Unabhängigkeit und damit gerade im Hinblick auf die vielen skeptischen Fragen zur neuen Impfung eine hoffentlich vertrauenerweckende Quelle unabhängiger Informationen.  

IMPFSTOFFE GEGEN COVID-19 ... Anlass zur Hoffnung oder unkalkulierbares Risiko? (a-t 2020; 51: 89-92)

COVID-19-IMPFSTOFF VON BIONTECH/PFIZER: BNT162b2 (a-t 2020; 51: 92, 101-2)

 COVID-19-IMPFSTOFF VON MODERNA (a-t 2021; 52: 1-4)

Aufgrund der anhaltenden epidemischen Lage von internationaler Tragweite haben sich unsere Praxisabläufe grundlegend geändert. Aktuell beantworten wir tgl. etwa 100 Telefonanfragen. Diese zunehmende Verdichtung der Arbeit, die v.a. im Rahmen des neuerlichen LockDown oftmals nur noch am Telefon möglich ist, und die bisherigen und zu erwartenden Einschränkungen in der Kinderbetreuung haben zu unseren veränderten Sprech- und Schließzeiten geführt.

Wir möchten nochmals den nachfolgenden Hinweise betonen:

"Wenn bei Ihnen Krankheitszeichen wie Geruchs- und Geschmacksstörungen, Husten, Schnupfen, Fieber, Hals-, Kopf- und/oder Gliederschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und/oder Durchfall auftreten sollten oder Sie befürchten, sich mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) angesteckt zu haben, bleiben Sie bitte unbedingt zu Hause und melden Sie sich telefonisch. So schützen Sie sich und andere."

Bitte haben Sie Geduld - wir melden uns im Laufe des Tages zurück, wir vergessen niemanden!

Bitte haben Sie Vertrauen - wir sprechen unsere Empfehlungen nicht grundlos aus!

Bitte haben Sie Verständnis - wir haben nicht immer die Zeit, Ihnen jede Eventualität ausführlich darzulegen!

Nicht nur wir, auch die Labore, die Krankenhäuser, die Gesundheitsämter und alle anderen Teilnehmer im Gesundheitssystem arbeiten "am Anschlag" und für den Schutz der Risikogruppen.

Über die Maßnahmen der Regierung und die Kommunikationspolitik kann man trefflich diskutieren, aber vielleicht sollten wir gemeinsam diese Diskussion auf einen späteren Zeitpunkt vertagen. Wir hoffen, daß dieser Zeitpunkt bald kommen wird und dann sicher ist, daß unser Gesundheitssystem stand gehalten hat, daß unsere Intensivkapazitäten ausgereicht haben. Zu einem Exzeß von Todesfällen in der Wintersaison 2020/2021 ist es leider bereits gekommen wie Sie den Zahlen des Statistischen Bundesamtes im nachfolgenden Link entnehmen können.

Statisches Bundesamt - Sterbefallzahlen und Übersterblichkeit

Nicht nur der Exzeß der Todesfälle begründet die jeweils aktuellen Maßnahmen. Zum Thema der zunehmenden Verknappung der Intensivbetten finden Sie nachfolgend den Link zum Tagesreport der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, kurz Divi.

Divi- Tagesreport zu den aktuell vorhandenen Intensivkapazitäten

Der nächste Link behandelt das "Grundrauschen des Todes" in Europa. Hier finden sich Todeszahlen in Europa aufgeschlüsselt nach Ländern. Wir in Deutschland sind bislang vergleichsweise glimpflich davongekommen. In anderen Ländern starben deutlich mehr Menschen als im statistischen Mittel zu erwarten war. 

Europäische Sterbestatistiken - das Grundrauschen des Todes

Ich möchte daher inständig an Ihre Vernunft appellieren! Bitte beherzigen Sie unsere oben angegebenen Bitten in den kommenden Monaten. Bitte fassen Sie sich kurz, bitte meiden Sie Kontakte, bitte tragen Sie Ihre Masken, bitte beachten Sie die Händehygiene und meiden Sie schlecht gelüftete Innenräume. Das betrifft auch unsere Arztpraxis. Nutzen Sie den angebotenen Telefonservice und haben Sie Geduld, Vertrauen und Verständnis!

Aufgrund vielfacher Nachfrage finden Sie nachfolgend zudem eine Interpretationshilfe zum Rachenabstrich im Falle des Verdachts auf eine Coronaerkrankung. Wir Ärzte sind es seit Jahrhunderten gewohnt, mit einem Zollstock zu arbeiten, der nur ausgesprochen ungenau mißt. Fehlertoleranzen von 10% bei Laborergebnissen gehören zur Normalität. Ein Haus könnte man mit einem derart fehleranfälligen Metermaß, daß einmal 90cm und einmal 110cm statt 100cm mißt nicht bauen. Beim Corona Test kommt nun noch hinzu, daß das Testergebnis ohne die Kenntnis der jeweiligen Symptome nicht sinnvoll bewertet werden kann. Der Fachmann spricht von der sogenannten Pre-Test-Wahrscheinlichkeit, die das British Medical Journal unter dem nachfolgenden Link anschaulich demonstriert.

Prädiktiver Wert des Testergebnisses auf COVID-10 - Interpretationshilfe

Dort läßt sich die Pre-Test-Wahrscheinlichkeit (pre-test-probability, PTB) einstellen. Patient*innen mit Geruchs- und Geschmacksstörungen haben mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Infekt mit Coronaviren (PTB = 80% und mehr), Patienten ohne Symptome haben mit geringer Wahrscheinlichkeit einen Infekt mit Coronaviren (PTB = 20% und weniger). Patient*innen mit den Symptomen eines banalen grippalen Infektes (Husten, Schnupfen, etc.) haben eine mittlere Pre-Test-Wahrscheinlichkeit von etwa 50%. Stellt man nur diese drei Werte 20%, 50% und 80% als Pre-Test-Wahrscheinlichkeiten ein, ändert sich die Aussage des Testergebnisses dramatisch. Um Sie auch telefonisch richtig beraten zu können, müssen Sie uns daher die tatsächlichen Symptome so genau wie möglich schildern, auch wenn Sie unbedingt getestet werden wollen!

Ein negatives Testergebnis schließt im Falle von typischen Symptomen (PTB = 80%) nur zu etwa 50% eine Infektion aus. Ein positives Testergebnis bei fehlenden Symptomen (PTB = 20%) bedeutet, daß nur 75% der Fälle tatsächlich Coronaviren im Rachen tragen. Bei typischen Symptomen (PTB=80%) bestätigt das positive Testergebnis des Verdacht in 98% der Fälle.

Da wir um diese nur schwer zu verstehenden Zusammenhänge wissen, halten wir die Beratung für besonders wichtig. Wir lehnen es daher ab, Ihnen Ihre Labornummer zu nennen, um Fehlschlüsse und Verwechselungen zu vermeiden. Uch die Durchführung von Schnelltest von medizinisch nicht vorgebildeten Personal betrachten wir ausgesprochen kritisch. Lassen Sie sich in unserer Praxis testen, rufen wir Sie an, sobald das Ergebnis Ihres Tests vorliegt, beraten Sie den Umständen entsprechend und entwickeln eine Handlungsperspektive für Sie, den Schutz Ihrer Umgebung und den Unterhalt Ihrer Familie.

Ihr Dr. Gregor Schlichting

Eickhof, den 30.01.2021